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– F. A. Q. –

Häufig gestellte Fragen zu Achtsamkeit & MBSR

Zweig der Aufmerksamkeits Schmiede
Warum ist das Vorgespräch verpflichtend?

In einem ersten Gespräch lernen wir uns kennen und besprechen gemeinsam, wie du am sinnvollsten von diesem Kurs profitieren kannst und ob dieser zum jetzigen Zeitpunkt für dich geeignet ist. Ein MBSR-Kurs setzt dein persönliches und zeitliches Engagement sowie die Offenheit zur Selbstreflexion voraus. Es gibt Phasen im Leben, in denen der Kurs zu einem späteren Zeitpunkt sinnvoller wäre, wie z.B. eine akute Depression, posttraumatische Belastungsstörungen, Borderline-Störung, Suizidgefahr, akute Suchterkrankung, etc. Solltest du eine Frage dazu haben, sprich mich gerne an.

Wie kann ich mich zu einem Kurs anmelden?

Alle aktuellen Kurse findest du unter Angebot. Schreibe mir über das Kontaktformular für welchen Kurs du dich interessierst. Im Anschluss vereinbaren wir einen Termin für das Vorgespräch. Wenn der Kurs für dich passt, erhältst du von mir die Anmeldeunterlagen. Nachdem du mir das Anmeldeformular unterschrieben zurückgesendet hast und die Gebühr für den Kurs überwiesen ist, ist der Platz verbindlich für dich reserviert.

Wie unterscheidet sich ein MBSR-Kurs von einem Entspannungskurs?

In der achtsamkeitsbasierten Stressreduktion geht es nicht darum, einen entspannten Zustand zu erreichen, sondern ganz bewusst alle Phänomene so wahrzunehmen, wie sie sind. Dies kann zunächst einmal dazu führen, dass sich unangenehme Körperempfindungen stärker anfühlen. Das hängt damit zusammen, dass wir diese bewusster wahrnehmen. Das ist ganz normal und ein Zeichen für unsere erhöhte Achtsamkeit. Durch die Körperübungen kann ein entspannter Zustand eintreten, muss aber nicht.

Die Übungen im MBSR Kurs zielen auf verschiedene Bereiche ab: Schulung des Geistes (Gedanken), der Körperwahrnehmung und der Emotionen. Es geht um die Verbindung von Körper, Geist und Seele und ist somit nicht wie bei reinen Entspannungskursen losgelöst und einzeln betrachtet, sondern wirkt auf die Gesamtheit des Menschen. Im MBSR-Kurs lernen wir, den Ursachen auf den Grund zu gehen und nicht nur die einzelnen Symptome zu beheben. MBSR ist somit ein ganzheitliches Trainingsprogramm zur Persönlichkeitsentwicklung.

Brauche ich schon Erfahrung in Meditation und Yoga?

Nein, das brauchst du nicht. Der Kurs ist für Anfänger sowie Geübte geeignet. Anfänger lernen Stück für Stück verschiedene Meditationstechniken und Geübte haben die Möglichkeit, ihre Praxis zu vertiefen und in den Übungen zwischen den Kursen auszubauen. Die Yogaübungen sind sehr sanft und werden langsam und ganz bewusst ausgeführt. Solltest du manche Übungen aus gesundheitlichen Gründen nicht ausführen können, zeige ich dir gerne alternative Übungen.

Sind Achtsamkeit und Meditation etwas Religiöses?

In meinen Kursen vermittle ich wissenschaftlich fundierte Methoden, um zu mehr Gelassenheit und innerer Ruhe zu kommen. Die Kurse sind losgelöst von religiösen Inhalten und für alle Menschen offen. Meditation stammt jedoch aus der buddhistischen Tradition wurde aber von Prof. Jon Kabat-Zinn für den MBSR-Kurs säkularisiert.

Es geht auch nicht darum, bestimmte Bewusstseinszustände zu erreichen, sondern ganz bewusst und präsent im Hier & Jetzt zu sein. Wenn du mehr über Buddhismus wissen möchtest, kann ich dir aber gerne hilfreiche Adressen oder Literaturtipps geben.

Muss ich in den Kursen auf dem Boden sitzen?

Nein. Wichtig ist nur, dass du eine bequeme und aufrechte Sitzhaltung einnimmst. Das ist auf einem Stuhl, einem Meditationskissen oder Bänkchen möglich. In meinen Kursen ist es den Teilnehmern freigestellt, wie sie sitzen möchten und kann auch innerhalb eines Kursabends variieren. Bei Anmeldung erhältst du von mir einen Gutschein für meinen Kooperationspartner Lotuscrafts, sodass du dir bei Bedarf eigenes Equipment zulegen kannst.

Ist der Einstieg in einen laufenden Kurs möglich?

Da die einzelnen Lektionen thematisch aufeinander aufbauen, ist ein laufender Kurseinstieg leider nicht möglich.

Ist ein MBSR-Kurs vergleichbar mit einer Therapie?

Ein MBSR-Kurs ist nicht zu verwechseln mit einer Einzel- oder Gruppentherapie. Der Fokus liegt auf den praktischen Achtsamkeitsübungen und nicht darauf, persönliche Themen im Gespräch zu lösen. Durch das Wieder-in-Kontakt-Kommen mit sich selbst hat jeder Teilnehmer für sich die Möglichkeit, persönliche Verhaltensmuster zu erkennen und daraus neue Verhaltensweisen zu entwickeln.

Andere Programme wie z.B. „Mindfulness-Based Cognitive Therapy“ haben einen stärkeren psychotherapeutischen Fokus. Gerne kann ich dich auf Wunsch an qualifizierte Kollegen/Innen vermitteln.

Warum ist es so wichtig, zwischen den Terminen täglich zu üben?

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass das Gehirn etwa 7 Wochen benötigt, um eine langfristige Veränderung herbeizuführen. Daher ist es wichtig, sich täglich Zeit für die Achtsamkeits-Übungen (ca. 45-60 Minuten täglich) zu nehmen und diese in den persönlichen Alltag zu integrieren.

Die Kursabende geben wertvolle Impulse, decken zeitlich aber nur einen kleinen Teil in deinem Veränderungs- und Entwicklungsprozess ab. Für deinen nachhaltigen Erfolg ist es wichtig, dass du zwischen den Terminen eigenverantwortlich an deiner persönlichen Entwicklung arbeitest. Ich motiviere dich, so gut ich kann und gebe dir wertvolle Übungen für zuhause mit auf den Weg.

Was passiert, wenn ich an einem der Kursabende nicht kann?

Es kann immer mal vorkommen, dass Teilnehmer aufgrund von Urlaub an einem der Termine nicht können. Nach Absprache ist es möglich, ein versäumtes Modul in einem parallel laufenden MBSR-Kurs oder zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.