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Nimm dir Zeit für dich, ein Burnout kann auch dich treffen
Burnout

Nimm dir Zeit für dich, denn ein Burnout kann auch dich treffen

Die Fachwelt ist sich bis jetzt nicht ganz einig, um was es sich bei einem Burnout konkret handelt.
Der US-amerikanische Psychotherapeut Herbert Freudenberger beschrieb in den 70er Jahren mit diesem Begriff eigentlich die Folgen starker Belastungen in „helfenden“ Berufen. Heute jedoch kann ein Burnout jeden treffen.

Stress- was passiert da eigentlich mit deinem Körper?

Ganz nüchtern betrachtet ist Stress die Wahrnehmung äußerlicher Reize und die körperliche sowie psychische Reaktion darauf. Stress hilft dir dabei, dich verändernden Situationen und Bedingungen anzupassen. Der Mensch braucht Stress. Doch wann ist es zu viel für dich? Wann macht er dich krank? Es besteht die Gefahr, dass Stress für dich im Burnout endet, und dann geht es wirklich an deine Gesundheit.

„Du kannst die Wellen nicht aufhalten
aber du kannst lernen,
auf ihnen zu surfen.“

– Jon Kabat-Zinn –

Kannst du nicht zur Ruhe kommen?

Morgens, im Bett, begegnet dir schon der erste stressige Moment: Dein Wecker springt an und der erste Adrenalinstoß fährt durch deine Körper. Vielleicht nimmst du dann schon kurz nach dem Aufwachen dein Smartphone in die Hand und erfährst – bevor du überhaupt aus dem Bett steigst, schon viel über Katastrophen oder andere Notfälle, um die du dich kümmern musst. Es fühlt sich für deinen Körper dabei so an, als gäbe es überall Bedrohungen und nicht zu bewältigende Berge von Arbeit. Darauf reagiert dein Körper.

Steigst du aus dem Bett, musst du dich eventuell um deine Kinder kümmern, die nichts zum Anziehen finden oder die nicht in die Gänge kommen wollen. Die Zeit rast nur so vor sich hin, du musst zur Arbeit und darfst nicht schon wieder zu spät kommen.

An der Arbeit angekommen hast du so viele neue wichtige E-Mails in deinem Postfach, dass du gar nicht weißt, wie du sie alle beantworten sollst und deine Vorgesetzte sitzt dir mal wieder im Nacken. Zudem musst du nach der Arbeit noch ein Geburtstagsgeschenk für deine Mutter besorgen und überlegen, wann du deine Freunde mal wieder zum Spieleabend einlädst. Puh, ganz schön anstrengend!

Du siehst, Stress im Alltag ist leider vollkommen normal. Stress tritt im Arbeitsleben, aber eben auch im Privatleben auf. Doch wie kannst du so damit umgehen, dass es dir gut damit geht und du deinen Stress unter Kontrolle hast?

Was kann bei dir einen Burnout auslösen?

Laut dem „Großes Wörterbuch Psychologie; Compact, 2007“ ist ein Burnout ein „emotionaler, geistiger und körperlicher Erschöpfungszustand nach einem vorangegangenen Prozess hoher Arbeitsbelastung, Stress und/oder Selbstüberforderung.“

Die Nervenbotenstoffe Serotonin und/oder Noradrenalin und/oder Dopamin geraten aus der Balance, der Stoffwechsel in deinem Gehirn wird dabei gestört.

Selten hat ein Burnout nur eine einzige Ursache. Es ist viel mehr das Zusammenspiel verschiedener Auslöser, die dazu führen können.

Dazu gehören:

  • zu viel Ehrgeiz, zu wenig Erholung bei gleichzeitig zu vielen Aufgaben
  • übermäßiger Perfektionismus, Dauerstress, Beziehungsprobleme
  • eine unausgeglichene Work-Life-Balance
  • Belastung am Arbeitsplatz- vielleicht hast du Vorgesetzte, die dich massiv unter Druck setzen oder Arbeitskollegen, die dich mobben
  • Fehlende Wertschätzung: Anerkennung und Lob sowie Weiterbildungen werden dir von deinem Arbeitgeber nicht vergönnt
  • hohe Emotionalität, Existenzängste
  • Wertekonflikte. Du musst häufig Arbeiten oder Aufgaben erledigen, die nicht mit deinem Wertesystem vereinbar sind
  • Keine Grenzen zwischen deinem Berufs- und deinem Arbeitsleben. Du bist ständig über dein Handy erreichbar, selbst im Urlaub und am Wochenende

Du siehst, es gibt eine Menge Auslöser für einen Burnout.
Ein Burnout ist ein hoher Risikofaktor für viele schwerwiegende Krankheiten, dazu gehören u.a. Schlaganfall, Osteoporose, Herzinfarkt und Diabetes. Wird dein Burnout nicht behandelt, so kann er zudem deine Lebenserwartung verkürzen.

Es ist sehr wichtig für dich, die Anzeichen rechtzeitig richtig zu deuten und zu erkennen. Es ist ein schleichender Prozess, der nicht von heute auf morgen auftritt. Bitte geh zu deiner Ärztin oder zu deinem Arzt, wenn du merkst, es geht nicht mehr. Ein Burnout, das „Ausgebrannt sein“ oder „Erschöpft sein“ ist eine ernstzunehmende Krankheit.

Wie geht es dir mit einem Burnout?

Ist Stress für dich ein Dauerzustand? Dann fängt es nämlich an, gefährlich zu werden. Dein Körper schüttet dabei ständig Stresshormone aus, die er nicht abbauen kann, weil er dazu nicht das Signal bekommt. Du befindest dich dabei in einem konstanten Anspannungszustand, der deine ganze Energie raubt. Woran du das erkennst?

  • Du bist die ganze Zeit müde und erschöpft. Wahrscheinlich fühlst du dazu eine innere Leere und bist handlungsunfähig, weil du einfach nicht in die Gänge kommst. Selbst das Ankleiden und Duschen am Morgen kann für dich dabei zu einer echten Belastungsprobe werden
  • Du bist emotional erschöpft und kannst dich über nichts mehr freuen, auch Angststörungen und Panikattacken können in Zusammenhang mit einem Burnout stehen
  • Hast du sehr häufig Kopfschmerzen und Schwindel oder auch Schlafstörungen, können dies auch Symptome für ein Burnout sein. Rückenschmerzen und Nackenschmerzen gehören auch häufig dazu
  • Atembeschwerden, Enge oder Druckgefühle
  • Magen-Darm-Beschwerden, vor allem Übelkeit und Durchfall
  • Tinnitus und Schlafstörungen
  • Bei einem Burnout kannst du immer verzweifelter werden. Verantwortung zu übernehmen, wird dabei fast unmöglich. Der Sinn deiner Arbeit ist für dich nicht mehr nachzuvollziehen und deine Kollegen werden dir immer fremder oder lästiger

Wenn du einige dieser Warnsignale bei dir wahrnimmst, dann ist es höchste Zeit etwas zu unternehmen. Schiebe das bitte nicht auf, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es von allein nicht besser wird oder über Nacht verschwindet.

Sei achtsam und lerne deine Stressauslöser gut kennen

Fühlt sich dies alles für dich fast wie normaler Alltag an? Dann ist es ist höchste Zeit, etwas für dich zu tun! In meinem Blogartikel „Ich kann nicht mehr!“ findest du weitere Tipps, die dir direkt helfen.

Mit einfachen Achtsamkeitsübungen kannst du dein Stresslevel direkt senken. Sie haben positive Effekte auf Ängste, Depressionen und auch auf dein Immunsystem. Sie können durchaus der Prävention eines Burnouts dienen. Schau dir doch gerne mal meine Achtsamkeitsübungen dazu an.

Stress ist nicht immer vermeidbar, aber ein ausgeglichenes Leben zwischen deiner Arbeit und deinem Privatleben ist schonmal eine gute Basis für dein Wohlbefinden.

Versuche deinen Stress zu erkennen und die Ursachen dafür so gut es geht abzuschalten. Eine Ausruhphase, in der du deinen Körper regenerierst, ist nach einer stressigen Phase wirklich von enormer Bedeutung. Die Hormone, die deinen Stress verursachen, müssen nämlich auch wieder abgebaut werden. Das geht nur, wenn du zur Ruhe kommst, dich moderat bewegst und gut für dich sorgst.

Bist du immer die Person, auf die sich alle verlassen können? Leicht stellst du so die Bedürfnisse anderer Personen über deine eigenen. Das ist weder gesund noch gut für dich. Vor allem bei Müttern gibt es den „Mental load“, alles bleibt an ihnen hängen, Haushalt, Kinder und Job sind unter einen Hut zu bringen. Alle Geburtstage, die Urlaubsplanung, Terminkoordinierungen, die Haustierversorgung und viele andere alltägliche Dinge bleiben in der Verantwortung der Frauen. Natürlich gilt dies auch für Männer, die innerhalb einer Familie alles allein koordinieren müssen.

Lerne auch mal „Nein“ zu sagen. Sage „Nein“ zu zusätzlichen Aufgaben oder Überstunden. Auch in deinem Privatleben musst du nicht immer alle Aufgaben erledigen oder alles organisieren oder für jedem mit deiner Hilfe immer verfügbar sein. Erinnere dich daran, dass „Nein!“ ein ganzer Satz ist.

Wenn du lernen möchtest, langfristig aus dem Hamsterrad auszusteigen und gut für dich zu sorgen, dann schau dir gerne meinen MBSR-Kurs dazu an.

Lass es dir gutgehen!

„Lege dir jeden Tag für deine Sorgen
eine halbe Stunde zurück.
Und in dieser Zeit
mache ein Schläfchen.“

– Buddha –

SOS-Übung: Die 4-7-8-Atmung

Diese Atemtechnik eignet sich hervorragend, um Stress abzubauen, Angstzustände zu lindern oder um besser einzuschlafen.

Bevor du mit der 4-7-8-Atmung beginnst, setze dich bequem auf einen Stuhl oder Sessel. Du kannst dich natürlich auch bequem hinlegen oder die Übung im Stehen machen.

  1. Legen nun deine Zungenspitze auf das Zahnfleisch direkt hinter den oberen vorderen Zähnen. Atme aus, bis deine Lungen vollkommen leer sind.
  2. Atme nun langsam durch die Nase ein – 4 Sekunden lang. Du kannst innerlich gerne bis 4 zählen.
  3. Halte den Atem 7 Sekunden lang an, bleibe dabei aber möglichst entspannt.
  4. Atme nun 8 Sekunden lang kräftig und gerne geräuschvoll durch den Mund aus. Die Zunge liegt jetzt dort, wo sie naturgemäss liegt. 
  5. Wiederhole das Ganze ein paar Mal.

Im Optimalfall führst du die Atmung 2 mal am Tag für je 4 bis 8 Runden durch. Vielleicht spürst du schon, wie sich dein Herzschlag verlangsamt, deine Gedanken zur Ruhe kommen und dein Körper entspannt.

 

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Liebevolle und achtsame Grüße
Deine Tina

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Wer schreibt hier?

Hallo, ich heiße Tina.

Ich arbeite leidenschaftlich gerne als MBSR & Achtsamkeitstrainerin und unterstütze Menschen auf ihrem Weg zu einem achtsamen Umgang mit Stress. Ich habe 2 wundervolle Kinder und mein Mann nennt mich liebevoll "Medi-Tier." Mein Herz brennt fürs Reisen, für Yoga & Meditation und natürlich für gutes Essen.

„Ein achtsames Leben zu führen heißt, das eigene Leben mit all seinen Facetten bewusst wahrzunehmen und es so anzunehmen, wie es jetzt gerade ist, wissend, dass sich alles verändert und nichts bleibt.“